Allgemeine Informationen

Diese Seite lebt von Euern Fragen. Wir haben festgestellt, dass unsere Besucher alle mit einer anderen Erwartungshaltung diese Seite jetzt hier angeklickt haben. Wir werden einige Erwartungen erfüllen können. Einige aber auch nicht. Für uns ist schon so Vieles “selbstverständlich”, dass es für uns keiner Erklärung mehr bedarf, ihr aber möglicherweise noch nie etwas davon gehört habt oder keine Vorstellung habt, wie DAS funktionieren kann. Daher nicht scheuen: Falls eine Frage nicht beantwortet wurde, schreibt sie uns an eltern[at]fritz-karsen.de. Wir beantworten sie gern!

Unsere Kinder lernen heute komplett anders, als wir es von unserer Kindheit noch kennen. Die Frage, die sich uns besorgten Eltern stellt, lernen die Kinder aber mindestens genau soviel wie wir damals, aber eigentlich meinen wir damit, lieber sollten sie noch mehr lernen als wir selbst…

Was bedeutetet es, dass die Fritz-Karsen-Schule eine Gemeinschaftsschule ist?
Wann kann ich in die Fritz-Karsen-Schule eingeschult werden?
Warum gibt es keine Noten in den 1. bis 6. Klassen?
Wie funktioniert jahrgangsübergreifendes Lernen in der Grundstufe an der Fritz-Karsen-Schule?
Welche Klassen gibt es in der FKS?

Was bedeutetet es, dass die Fritz-Karsen-Schule eine Gemeinschaftsschule ist?
In einer Gemeinschaftschule kann jedes Kind einen Schulabschluss machen. An der FKS kann die Berufsbildungsreife, der MSA und das Abitur erreicht werden. Die Schüler, die bei uns in die erste Klasse eingeschult werden, haben die Möglichkeit ohne Suche nach einer weiterführenden Schule ihre Schulkarriere zu absolvieren.

Die Tür einer Berliner Gemeinschaftsschule steht allen Schülern offen. Das bedeutet grundsätzlich hat die Fritz-Karsen-Schule kein Einzugsgebiet, wie eine normale (Grund)schule. 2/3 der Schüler sollen aus dem nähren Umfeld der Schule aufgenommen werden. Dabei wird vom Bezirk der nähere Umkreis entsprechend dem alten Einzugsgebiet der FKS bestimmt. 1/3 der Schüler kommt von weiter her (theoretisch auch vom anderen Ende der Stadt).

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Wann kann ich in die Fritz-Karsen-Schule eingeschult werden?
Unsere Jüngesten werden in die 1. Klasse eingeschult. Die nächste reguläre Einschulung ist dann in der 7ten Klasse möglich. Und wir nehmen regelmäßig Schüler in die Oberstufe auf.

Sofern Kapazitäten in den dazwischenliegenden Klassen vorhanden sind, kann eine Aufnahme von Schülern und Schülerinnen (bei Zuzug oder Wechsel der Schule) – auch unterjährig – erfolgen.

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Warum gibt es keine Noten in den 1. bis 6. Klassen?
Unser Schulleiter Robert Giese führt gern immer drei Beispiele an, die die Sinnhaftigkeit von Noten in Frage stellt:

Beispiel 1
Es wird eine Klassenarbeit geschrieben. Das Kind bringt die Arbeit nach Hause. Die Frage der Eltern “Na was hast du für eine Note?” Nach dem Inhalt wird selten und fast nie als erstes gefragt. Hat das Kind eine gute Note, ist man zufrieden und fragt weit weniger nach, als bei einer schlechten Note. Ob das Kind den Stoff verstanden hat bzw. nach einem halben Jahr noch abrufen kann, ist meist nicht von Bedeutung.

Beispiel 2
Das Kind schreibt ein Diktat und macht 80 Fehler. Es bekommt eine 6. Danach übt das Kind wie verrückt und schreibt das nächste Diktat mit nur noch 40 Fehlern. Es bekommt eine 6. Die Motivation über Noten zu lernen endet in diesem Beispiel wohl eher in Frustration…

Beispiel 3
Ein Kind ist supergut in Chemie. Es ist immer schnell mit seinen Arbeiten fertig und löst die Aufgaben fast immer zur vollsten Zufriedenheit. Der Lehrer gibt ihr zur Motivation andere und Zusatzaufgaben (mehr Input). Irgendwann fragt das Kind, warum es die Zusatzaufgaben überhaupt lösen soll, es bekomme doch in den Arbeiten immer seine Note 1.

Die Motivation Neues und mehr zu erlernen, die Freude am Forschen und Lernen kann durch Noten auch sehr gehemmt werden. Daher hat sich die Fritz-Karsen-Schule gegen Noten in den Klassen 1 bis 6 entschieden. Es gibt regelmäßig Lernentwicklungsgespräche. Am Schuljahresende gibt es eine verbale umfangreiche Beurteilung im Zeugnis. Daneben sind die Lehrer stets in der Lage die Leistung des Kindes auch in Noten abzubilden, falls ein Schulwechsel ansteht.

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Wie funktioniert jahrgangsübergreifendes Lernen in der Grundstufe an der Fritz-Karsen-Schule?
Jahrgangsübergreifendes Lernen beschreibt ein Lernen in gemischten Alterstufen. An der FKS werden die Kinder in der 1. bis 3. und danach in der 4. bis 6. Klasse zu idealerweise je 8 Kindern in einem Jahrgang unterrichtet. Das fördert zum einen die soziale Kompetenz der Kinder, motiviert die Kinder aber auch frühzeitig ihr erworbenes Wissen an die jüngeren Kinder weiterzugeben. Die Lehrer/ErzieherInnen haben jeweils immer nur eine kleine Gruppe von neuen Kindern in eine meist schon stabile Gruppe zu integrieren. Bspw. sind Ausflüge viel eher möglich, da die Großen für die Kleinen Vorbild sind, wie man sich im Straßenverkehr in der Gruppe verhält.

Inhaltlich lernen die Kinder in der FKS individuell. Dies ist prinzipiell auch in altershomogenen Klassen und im Frontalunterricht möglich. Aber Frontalunterricht erfahren die Kinder in ihrem Schulleben an der FKS im Grunde nur experimentell. Die Tische sind in den unteren Jahrgängen zu 4er Arbeitsplätzen zusammengeschoben. Team- und Einzelarbeit wechseln sich im Laufe eines Tages ständig ab. Es werden immer wieder Gruppen gebildet, die zu einem Thema zusammenarbeiten. Dabei haben die einzelnen Stammgruppen JÜL 1-3 die Möglichkeit 2,5 Räume zu nutzen. Jede Stammgruppe hat einen Klassen- und einen Freizeitraum. Ein gemeinsames Spielzimmer teilen sich jeweils zwei Stammgruppen. In JÜL 4-6 haben die Klassen auf Grund des Gebäudes nur noch einen Klassenraum. Pro Team gibt es einen Freizeitraum. Die Tische stehen aber ebenfalls zu 4-6er Arbeitsplätzen zusammen.

Jedes Kind lernt in seiner Geschwindigkeit. Gemeinsame Klassenarbeiten gibt es nicht mehr. Heute nennt man sie Lernstandsanalyse, die jedes Kind dann absolviert, wenn es den Themenstoff erlernt hat. Jedes Kind kommt ja auch mit ganz anderen Vorkenntnissen in die Schule. Manche können schon bis 10 zählen, andere lesen die ersten Worte bevor der Banknachbar überhaupt weis wie der Anfangsbuchstabe heißt. Dieser unterschiedliche Wissenstand zieht sich entsprechend durch alle Schuljahre durch. Mit Sicherheit kann man heute sagen, dass am Ende der Schullaufbahn kein Kind exakt das gleiche gelernt hat und haben musste, wie sein Banknachbar. Wichtig ist, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, die Lust am Lernen zu vermitteln, teamfähig zu sein, sich präsentieren zu können und erlerntes Wissen anzuwenden.

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Welche Klassen gibt es in der FKS?
In der FKS gibt es im JÜL 1-3 neun Stammgruppen (=Klassen). Jeweils drei Stammgruppen bilden ein Team:
Team 1: Wasser, Wiese und Wald
Team 2: Muscheln, Seesterne, Sand
Team 3: Delfine, Robben, Tintenfische

Das Team 1 ist im Gebäude in der Backbergstraße (alte Dorfschule) untergebracht. Die anderen beiden Teams sind in der Fulhammerallee 30.

Im JÜL 4-6 wird aus den Stammgruppen
Wasser, Wiese und Wald: A1, A2 und A3
Muscheln, Seesterne und Sand: B1, B2 und B3
Delfine, Robben und Tintenfische: C1, C2 und C3

Die Kinder wechseln in das Grundstufengebäude neben dem Sportplatz.

In den 7ten Klassen wird aus den Stammgruppen
A1, A2 und A3: die Klasse 7.1
B1, B2 und B3: die Klasse 7.3
C1, C2 und C3: die Klasse 7.5

In die Klassen 7.2, 7.4 und 7.6 werden Kinder anderer Grundschulen aufgenommen.

Entsprechend wachsen diese dann in den Jahrgängen 8, 9 und 10 hoch.

Die Klassenzimmer der Mittelstufe befinden sich im Mittelstufengebäude (Hauptgebäude).

Die Oberstufe wird in der 11. Klasse noch im Klassenverband geführt. Ab der 12ten Klasse findet dann das Kurssystem statt. Die Oberstufe ist drei- bzw. vierzügig.

Ihre Räume befinden sich im Oberstufengebäude, über dem sozialpädagogischen Bereich, neben der Bibliothek.

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